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Sonntag, 26.06.2016

Presseausschnitte, Pressemitteilungen und Leserbriefe

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Nordkurier vom 07.03.2014
Nordkurier vom 08.02.2014

Pressemitteilung vom 25.09.2013

Mitglieder trafen Umweltminister Backhaus am 23.9.2013 in Serrahn/
Kulturkreis Wanzka 25.9.2013

Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Im Reich der Buchen“ in Serrahn betonte der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Till Backhaus die besondere Bedeutung unserer einzigartigen Natur, insbesondere der Buchenwälder im Müritz-Nationalpark.
Während des Rundganges durch die Ausstellung kam es zwischen dem Minister und Mitgliedern der BUND-Ortsgruppe Feldberger Seenland zu einem kurzen, aber intensiven Gespräch.

Beide Seiten äußerten ihre Freude darüber, dass die GAZPROM Germania GmbH momentan von ihren Plänen Abstand nimmt, in unserer Region einen Erdgasspeicher einzurichten.
Aus Sicht von Minister Backhaus ist damit das Problem einer möglichen bergbaulichen Nutzung jedoch noch nicht vom Tisch. Die Gesprächspartner waren sich einig, die Entwicklung auch weiterhin gemeinsam im Auge zu behalten.

Unterstützung erfuhren die BUND-Gruppe und die Bürgerinitiative „Freie Erde“ auch auf einer Veranstaltung des Vereins Kulturkreis Wanzka e.V. am 25.9.. Den Fragen der interessierten Bürger stellten sich Mona Lisa Gluth und Wolfgang Bärmich. Beide konnten mit der Gewissheit die Runde verlassen, in der Gemeinde Blankensee-Wanzka verlässliche Verbündete zu haben.

Wolfgang Bärmich, BUND-OG Feldberger Seenland, BI Freie Erde – Kein Gas unterm Gras

Mona Lisa Gluth und Wolfgang Bärmich zu Gast beim Kulturkreis Wanzka

Pressemitteilung vom 18.09.2013

 

„Mit Datum 01.07.2013 informierte die Gazprom Germania GmbH das Bergamt Stralsund, keinen Verlängerungsantrag für die bergrechtliche Erlaubnis für das Feld Triepkendorf zu stellen. Damit erlischt das erteilte Bergrecht mit Ablauf des 31.12.2013.“
Diese Mitteilung erhielt die BI auf Nachfrage vom Bergamt Stralsund – was heißt das?
Offiziell bestätigt ist damit, dass nach Ablauf dieses Jahres von der Gazprom Germania GmbH keine Betriebspläne für die Erkundung des Feldes Triepkendorf zur Errichtung eines unterirdischen Erdgasspeichers in der Feldberger Seenlandschaft mehr eingereicht werden.
Bis dahin aber ist rechtlich noch alles möglich, auch wenn der zuständige Gazprom-Geologe Martin Zühlke per eMail mitteilte, dass die Aufsuchungsarbeiten im Feld Triepkendorf eingestellt werden sollen.
Für die BI bedeutet das, weiterhin aufmerksam diesen Fall zu verfolgen, bis endgültig  von offizieller Seite bestätigt ist, dass auch bis zum Jahresende keine Betriebspläne für die Aufsuchungsarbeiten vorgelegt werden.

Eine Bestätigung für die Skepsis den Gazprom-Aussagen gegenüber lieferte der Film „Promised Land“, in dessen Anschluss auf Einladung von Herrn Conradt in der Kachelofenfabrik Neustrelitz am 16.8. einige BI-Aktive mit dem Kino-Publikum ins Gespräch kamen.
Der Film beschreibt die Methoden und Lügen eines Energiekonzerns beim Ankauf von Bohrrechten zur Erdgasgewinnung durch Fracking.
Im Gespräch mit den Kinobesuchern wurde der Arbeit der BI viel Zustimmung zuteil und deren Mitgliedern Mut gemacht, am Thema Bergrecht weiterzuarbeiten.
Wunsch und Ziel der BI bleibt es, unsere einzigartige, schützenswerte Landschaft vor jeglicher bergbaulichen Nutzung zu bewahren.


Mona Lisa Gluth für
Freie Erde – Kein Gas unterm Gras

Nordkurier vom 25.07.2013

Gaslager-Gegner bleiben wachsam

Link zu Nordkurier-Artikel:

http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/lokales/neustrelitz/gaslager-gegner-bleiben-wachsam-1.595033

und der Text zum Direktlesen:

Triepkendorf.Die Bürgerinitiative „Freie Erde – Kein Gas unterm Gras“ bleibt wachsam. Nachdem die Gazprom Germania GmbH in der vergangenen Woche bekannt gegeben hat, kein Erdgaslager in der Feldberger Seenlandschaft bauen zu wollen, sammeln die Aktivisten trotzdem weiter Unterschriften. Das hat die Bürgerinitiative jetzt nach einem Gespräch mit Mathias Grünwald beschlossen, Landesvorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).
„Alle Beteiligten dieser Gesprächsrunde waren sich einig, dass nach wie vor äußerste Wachsamkeit geboten ist, solange diese Gazprom-Meldung vom Energie- und Umweltministerium sowie dem Bergamt in Stralsund nicht offiziell bestätigt wird“, teilte Almut Eschenburg mit, Sprecherin der Initiative. In dem Gespräch mit Mathias Grünwald hatten die Aktivisten Erfahrungen in Bezug auf das Bergrecht ausgetauscht und den Nordkurier-Beitrag ausgewertet, in dem über den Rückzug der Gazprom berichtet wurde. Die Bürgerinitiative hat aktuell 12000 Unterschriften gegen das Gaslager. Die Gazprom hatte den Raum Triepkendorf vor zwei Jahren als interessantes Areal für unterirdische Gasspeicherung ausgemacht. Jetzt gab das Unternehmen bekannt, dass das Vorhaben nicht wirtschaftlich ist und davon Abstand genommen wird.sb

 

 

 

 

Pressemitteilung vom 24.07.2013

Bürgerinitiative im Gespräch mit Prof. Mathias Grünwald, BUND-Landesvorsitzender aus Neubrandenburg

Am Mittwoch traf sich die Bürgerinitiative Freie Erde-Kein Gas unterm Gras mit Prof. Grünwald, BUND-Landesvorsitzender aus Neubrandenburg, an der Steinmühle, Carpin.

Bei diesem Treffen wurden Erfahrungen in Bezug auf das Bergrecht ausgetauscht und die neueste Meldung der Gazprom Germania GmbH bewertet (siehe Nordkurier vom 18.7.2013). In besagter Meldung kündigt Gazprom an, von den Plänen Abstand zu nehmen, im sogenannten "Feld Triepkendorf" einen Erdgasspeicher einzurichten, da aufgrund der Marktentwicklung derzeit solche Vorhaben nicht profitabel zu betreiben sind.

Alle Beteiligten an dieser Gesprächsrunde waren sich einig, dass nach wie vor äußerste Wachsamkeit geboten ist, solange diese Gazprom-PR-Meldung vom Energie- und Umweltministerium sowie dem Bergamt in Stralsund nicht offiziell bestätigt wird. Die Bürgerinitiative sammelt weiter Unterschriften für "Kein Gas unterm Gras!"

Mit der Unterschrift von Prof. Mathias Grünwald, BUND-Landesvorsitzender aus Neubrandenburg, ist der aktuelle Stand: 12.000 Unterschriften!

Anja Rosenthal/Almut Eschenburg
für Freie Erde - Kein Gas unterm Gras

 

Prof. Grünwald, Vorsitzender des BUND-MV bei der 12000 Unterschrift

Artikel im Nordkurier vom 18.07.2013

Energie/Rohstoffe                     von Klaus Jürgen Fischer

Kein Gas unterm Gras

Feldberger Bürgeraktivisten fragten zwei Mal beim Nordkurier nach, ehe sie es glauben konnten: Der potenzielle Investor hat sich anders besonnen.

((Hier der Link zum Artikel im Nordkurier: http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/lokales/neustrelitz/kein-gas-unterm-gras-1.593392 ))

Falls Sie das nicht öffnen können folgt hier der Text:

Triepkendorf (kjf/gr)  

Jubel bei der Bürgerinitiative „Freie Erde – Kein Gas unterm Gras“ in der Feldberger Seenlandschaft. Wie die Gazprom germania GmbH mitteilt, hat sie ihre Planungen aufgegeben, bei Triepkendorf einen Untergrundspeicher zu errichten.

Wie Gazprom-Sprecher Mirco Hillmann dem Nordkurier erläuterte, habe sich in den vergangenen drei Jahren die wirtschaftliche Situation für die Speicherbetreiber zunehmend nachteilig entwickelt. „So hat sich am potentiellen Standort Triepkendorf der Betrieb eines neuen Speichers zur Unterstützung der Nord Stream Pipeline für uns als nicht wirtschaftlich erwiesen.“

Der Unterschied zwischen den Sommer- und Winterpreisen für Erdgas habe sich deutlich verringert und liege aktuell nur im Bereich von einem Euro pro Megawattstunde, so Hillmann weiter. Auf dieser Basis lasse sich ein Speicher kaum wirtschaftlich betreiben. Die Tendenz gehe zunehmend in Richtung Kavernenspeicher, wegen höherer Ein- und Ausspeiseraten und größerer Flexibilität. Diese künstlich erzeugten Hohlräume in Salzstöcken werden durch Bohren und Gewinnung von Sole geschaffen. Sie sind zylinderförmig, können Durchmesser bis zu 100 Metern und Höhen zwischen 50 und 500 Metern haben und liegen Hunderte Meter unter der Erdoberfläche, in Deutschland zum Teil in Tiefen bis zu 2500 Metern. Die Gazprom will übrigens nach Aussage des Sprechers auch ihre Erkundungsvorhaben in Himmelpfort, Storkow und Klaushagen (Uckermark) auf den Prüfstand stellen.

„Dies ist ein schöner Erfolg“, freut sich die Sprecherin der Bürgerinitiative, Anja Rosenthal. „Seit zweieinhalb Jahren haben wir immer gehofft, dass Gazprom das Vorhaben nicht weiter verfolgt. Unser Widerstand hat sich also gelohnt.“

Der Dank der Aktivisten gilt allen Unterstützern und Sympathisanten des Widerstands gegen das Vorhaben, am Rande des Müritz-Nationalparks und im Naturpark Feldberger Seenlandschaft einen riesigen Erdgasspeicher zu errichten. „Über 11 000 Unterschriften unter unseren Aufruf vom 23. Februar 2011 sprechen eine deutliche Sprache“, betont Anja Rosenthal. Trotz der nunmehr erfolgten Absage werde die Bürgerinitiative aber wachsam bleiben. Es sei abzuwarten, ob Gazprom auch offiziell den Antrag beim Bergamt in Stralsund zurückzieht.

Interessant sei zudem, wie Gazprom nun die Absage begründe. „Wir haben immer kritisiert, dass es Gazprom nur um den Profit geht und nicht um die angebliche Versorgungssicherheit Westeuropas, wie offiziell bei der Antragsstellung behauptet wurde“, so Rosenthal.

Im Rückblick auf die zahlreichen Aktionen – eine Protestwanderung, Gespräche mit tausenden Einwohnern und Gästen, Diskussionen mit Gemeinde- und Rathausvertretern, mit Landrat Heiko Kärger, mit Ministerpräsident Erwin Sellering und im Bergamt – sei eine Erfahrung wichtig: Der Widerstand gegen Großprojekte, die offenbar den Interessen von Mensch und Natur zuwider laufen, könne nicht früh genug organisiert werden. Die Unternehmen dürften nicht erst Fakten schaffen können. „Noch besser wäre es aber“, ergänzt die Sprecherin, „wenn die Bevölkerung von Anfang an in die Planung einbezogen wäre“. 

Der Text des Blogeintrags:

Gazprom-Frieden ist noch nicht zu trauen

von André Gross  Mi. 17.07.2013 - 16:42.15

Es gibt noch richtig gute Nachrichten wie die, dass bei Triepkendorf kein Erdgasspeicher in die Seenlandschaft gesetzt wird. Allerdings ist die Begründung der Gazprom dürftig. So steht zu befürchten ist, dass das Unternehmen wieder auf der Matte steht, sobald sich die Marktsituation ändert. Und die ist im Energiesektor ja nicht eben von Konstanz geprägt. Die Bürgerbewegten werden also gut beraten sein, dem Frieden noch nicht hundertprozentig zu trauen

 

Auch der NDR verbreitet diese Meldung am 19.07.2013:

http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/nordost107.html

und in Textform:

Feldberg: Gazprom gibt Speicherpläne auf

Der russische Energiekonzern Gazprom hat seine Planungen für einen unterirdischen Gasspeicher in der Region Feldberg (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) aufgegeben. Nach Angaben des Konzerns sei der Speicher nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Hintergrund sind die geringen Schwankungen des Gaspreises zwischen Sommer und Winter. Das Energieministerium in Schwerin bestätigte, dass die Genehmigung für die Suche nach einem geeigneten Standort ausläuft und nicht verlängert wird. | 19.07.2013 07:41

((Und noch ein Blogeintrag vom 18.7.2013:

http://nordkurier.info/cmlink/nordkurier/blog/politik-provinz/strelitzblog/strelitzblog-1.28929/gazprom-frieden-ist-noch-nicht-zu-trauen-1.593382/comment-for-blogpost-gazprom-frieden-ist-noch-nicht-zu-trauen-7.273172?showComments=true&commentId=19.552#commentId_19.552 ))

im Klartext:

Almut Eschenburg

Besonnenheit ist nötig

Danke für den ausführlichen Bericht samt Blog über die neuesten Ereignisse in Sachen Erdgasspeicher! Ja, es gibt großen Anlass zur Hoffnung für unsere Region, wenn Gazprom sich aus wirtschaftlichen Erwägungen (erst einmal) zurückzieht! Noch bleiben aber viele Fragen offen und bei aller spontanen Freude ist Besonnenheit nötig. Wird Gazprom tatsächlich auf eine Erkundung des Gebietes verzichten und sich nicht durch einen Verlängerungsantrag der Erkundungserlaubnis den "claim" für profitversprechendere Zeiten weiter sichern? Sind das Bergamt und die betroffenen Gemeinden inzwischen definitiv informiert oder handelt es sich erst einmal nur um eine "PR-Mitteilung" der eher unverbindlichen Art, die jederzeit relativiert werden kann?! Werden die potentiell geeigneten Gesteinsschichten auch für andere Konzerne interessant sein? Herr Gross hat recht, trauen können wir leider noch nicht.

Nordkurier vom 24.06.2013
Kiekrin vom 03.07.2013

Pressemitteilung vom 22.06.2013

BUND-Ortsgruppe „Feldberger Seenland“ hat sich gegründet

Triepkendorf /Feldberg – In Triepkendorf hat sich am Wochenende die Ortsgruppe „Feldberger Seenland“ im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) gegründet. Ihr gehören bisher 14 Mitglieder der Bürgerinitiative „Freie Erde – Kein Gas unterm Gras“ an. Zur Vorsitzenden wurde Anja Rosenthal aus Hasselförde gewählt, zur Stellvertreterin Almut Eschenburg aus Mechow. „Wir haben uns bewusst für diesen Namen entschieden“, sagte Anja Rosenthal nach der Wahl, „weil wir inzwischen wissen, dass die Gazprom Germania GmbH ein Aufsuchungsfeld von 215 Quadratkilometer Größe nutzen könnte, das weit über die Gemeindegrenzen der Feldberger Seenlandschaft hinaus reicht.“ Das eventuell von Erkundungsarbeiten betroffene Gebiet erstrecke sich von der Stadtgrenze Neustrelitz südlich entlang der B 198 und erfasse somit auch die Orte Carpin mit Teilen des UNESCO-Weltnaturerbes Serrahner Buchenwald , Bergfeld, Grünow und Ollendorf sowie die Feldberger Seenlandschaft mit dem gleichnamigen Naturpark. Die Ortsgruppe habe sich zum Ziel gesetzt, die Region vor einer industriellen bergrechtlichen Nutzung zu schützen. Allein bei eventuellen Probebohrungen durch Gazprom seien negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu erwarten. BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag teilte auf der Gründungsversammlung mit, dass die neue Ortsgruppe die 18. in Mecklenburg-Vorpommern sei. Darunter gebe es mehrere, die auf Bürgerinitiativen heraus entstanden seien, um die Kompetenz und die Autorität des Umweltverbandes zu nutzen. Auch hätten diese Gruppen nach dem Umweltinformationsgesetz weit mehr Möglichkeiten als Bürgerinitiativen, von Behörden und Ämtern sachbezogene Informationen einzuholen. Mit Blick auf die Arbeit der jüngsten Ortsgruppe sagte Cwielag: „Wir treten jetzt in die heiße Phase ein, weil Gazprom zunächst eine Frist für Aufsuchungen bis zum Jahresende habe und sicherlich die bisher eingesetzten finanziellen Mittel nicht in den Sand setzen will.„ Es sei andererseits ein Markenzeichen des BUND, sich fachlich mit Projekten dieser Art auseinander zu setzen.

Die Bürgerinitiative „Freie Erde - kein Gas unterm Gras“ hat sich im Februar 2011 gegründet, nachdem die Pläne der Gazprom bekannt wurden, das so genannte Feld Triepkendorf für einen riesigen unterirdischen Erdgasspeicher zur Versorgung Westeuropas zu nutzen.

 

Inzwischen wurden nahezu 11 000 Unterschriften dagegen gesammelt. Internet: www.freie-erde.net

PM/KJF

 

BUND-Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag (links im Bild) gratuliert Anja Rosenthal zur Wahl
Nordkurier vom 17.06.2013
Kiek rin vom 04.04.2013
Nordkurier vom 05.04.2013

Pressemitteilung vom 08.03.2013

Die Bürgerintiative „Freie Erde – kein Gas unterm Gras“ hat dem Schauspieler Jürgen Holtz zu seiner Auszeichnung mit dem diesjährigen Theaterpreis Berlin gratuliert. Der 80-Jährige, der in Berlin und in Koldenhof in der Feldberger Seenlandschaft lebt, erhält die mit 20 000 Euro dotierte Auszeichnung „für seine herausragenden Verdienste um das deutsche Theater“, hieß es in der Begründung durch die Stiftung Preußische Seehandlung. Holtz ist Unterstützer der Bürgerintiative „Freie Erde“ und hat sich entschieden gegen die Absicht der Gazprom Germania GmbH ausgesprochen, in der Feldberger Region einen unterirdischen Erdgasspeicher zu errichten. „Die Jury spricht uns aus dem Herzen, wenn sie Jürgen Holtz als einen feinen Gedankenverfertiger im Sprechen, einen König des Monologs ehrt, als einen Mann, der gegen die Traumlosigkeit der eigenen Arbeit kämpft“, heißt es in einer Mitteilung der Bürgerinitiative. Jürgen Holtz ist am Berliner Ensemble in mehreren Rollen zu sehen, er spielte unter anderem an der Berliner Volksbühne und am Deutschen Theater, drehte Film- und Fernsehfilme.

PM /kjf

Foto/ BI: Jürgen Holtz auf seinem Refugium in Koldenhof
Nordkurier vom 01.03.2013

Pressemitteilung vom 27.01.2013

Neubrandenburg - Eine Delegation der Bürgerinitiative "Freie Erde - kein Gas unterm Gras" hat am Neujahrsempfang von Bündnis 90 / Die Grünen der Mecklenburgischen Seenplatte in Neubrandendburg teilgenommen. "Wir sind der Einladung gern gefolgt", sagte BI-Sprecherin Anja Rosenthal. Schließlich wissen wir, dass Politiker dieser Partei mehrheitlich unsere Ziele zum Schutz von Mensch und Umwelt in der Feldberger Region unterstützen". Die Delegation habe in den Gesprächen mit Politikerinnen und Politikern über die Parteigrenzen hinweg wertvolle Anregungen für die weitere Arbeit der Bürgerinitiative erhalten, sagte Anja Rosenthal.

Anja Rosenthal im Gespräch mit dem Vizelandrat des Landlreises Mecklenburgische Seenplatte, Siegfried Konieczny (Die Linke)
Almut Eschenburg im Gespräch mit Jutta Gerkan, Wirtschaftspolitische und Sprecherin für Tourismus der Landtagsfraktion Bündnis 90 Die Grünen und Harald Terpe, Bundestagsabgeordneter Bündnis 90 Die Grünen aus Mecklenburg-Vorpommern
Nordkurier vom 15.01.2013

Pressemitteilung vom 14.01.2013

Bürgerinitiative „Freie Erde“ offiziell zu Gast bei Neujahrsempfang der Gemeinde

Feldberg (PM) – Mitglieder der Bürgerinitiative „Freie Erde – kein Gas unterm Gras“ waren der offiziellen Einladung der Gemeinde zum Neujahrsempfang in Feldberg gefolgt. „Wir haben uns sehr über die Einladung gefreut“, sagte BI-Sprecherin Anja Rosenthal. Dies und die Worte der Wertschätzung in der Rede von Bürgermeisterin Constanze Lindheimer (SPD) für das Engagement der Bürgerinitativen in der Feldberger Seenlandschaft machten Mut für weitere Aktionen gegen die geplante Errichtung eines Erdgasspeichers durch das Unternehmen Gazprom. Im Gespräch mit Landrat Heiko Kärger (CDU) informierte Anja Rosenthal, dass die BI bisher über 10 400 Unterschriften gegen den Speicher gesammelt und dass sie Kontakt zum Petitionsausschuss des Landtages aufgenommen habe.

Constanze Lindheimer versicherte im Gespräch mit BI-Mitglied Almut Eschenburg, dass die Gemeinde in Kontakt mit der Bürgerinitiative bleiben werde. Sie schlug ein baldiges Treffen der Bürgermeisterin, ihres 1. Stellvertreters Reiner Stöhring und der „Freien Erde“ vor, um gegenseitig Informationen auszutauschen und über weitere Schritte zu beraten.

 

Anja Rosenthal und Landrat Heiko Kärger
Bgm. Constance Lindheimer und Almut Eschenburg

5.1.2013

Die Gazprom möchte anscheinend ein Gaskraftwerk mit mehr als 1300 MW in Lubmin errichten.
Bericht im Nordkurier:

http://www.nordkurier.de/cmlink/nordkurier/nachrichten/mv/gazprom-kommt-aus-der-deckung-1.524390 

Nordkurier vom 05.11.2012

Bürgerinitiative

 

Aktivisten stoßen nach Schwerin vor

Von unserem Redaktionsmitglied
Susanne Böhm

Mehr als 10000 Unterschriften überbringen die Gaslager-Gegner zwei Landtags-Ausschüssen.

Feldberg/Schwerin.Die Bürgerinitiative „Freie Erde - Kein Gas unterm Gras“ hat die Zehntausender-Marke geknackt. Exakt 10416 Unterschriften gegen ein Erdgaslager in der Feldberger Seenlandschaft überbrachten die Aktivisten jetzt in Schwerin dem Agrar- und dem Energieausschuss des Landtags Mecklenburg-Vorpommern. Zugleich reichten sie beim Petitionsausschuss des Landtags ein schriftliches Ersuchen gegen den Gasspeicher ein.
„Mit Respekt nahmen die Obleute im Schweriner Schloss die stolze Zahl unserer Unterstützer zur Kenntnis“, teilte Initiativen-Mitglied Almut Eschenburg mit. „Wir wurden von den Ausschussmitgliedern aufgefordert, den Kontakt zu ihnen zu pflegen, so dass sie an entsprechender Stelle aktiv werden können. Es lohnt sich, weiter zu machen.“
Das nächste Treffen der Bürgerinitiative ist am Mittwoch, dem 21. November, um 11 Uhr im Dorfclub Triepkendorf. Gäste sind herzlich willkommen.
www.keingasuntermgras.de

ARinHasselfoerde.pdf

Bericht im Nordkurier über Anja Rosenthal, die Sprecherin der Bürgerinitiative

Nordkurier vom 13.09.2012
Kiekrin vom 27.07.2012
Leserbrief im Nordkurier
Nordkurier vom 30.06.2012

Pressemitteilung vom 28.6.2012

Freie Erde: Wachsamkeit ist weiterhin geboten!

 "Wachsamkeit ist weiterhin geboten!" - sagte "Freie Erde"-Sprecherin Anja Rosenthal nach einem Gespräch mit der Bürgermeisterin der Feldberger Seenlandschaft, Constanze Lindheimer, am Donnerstag im Rathaus der Luzingemeinde.  Die Gazprom Germania GmbH halte offenbar weiterhin an ihren Plänen fest, in der Region am Müritz-Nationalpark einen unterirdischen Gasspeicher zu errichten. Sie nahm damit Bezug auf eine anders lautende Pressemeldung. Die Bürgerinitiative hatte um das Gespräch gebeten, um aus erster Hand Aufschluss über einen Schriftwechsel zwischen der Gemeinde und dem Unternehmen zu erhalten. Bürgermeisterin Lindheimer sagte dazu: "Wir hatten gehofft, dass Gazprom die Planungen eingedampft hat". Dem sei aber offenbar nicht so. Die Antwort könne nicht so interpretiert werden, dass sich das Unternehmen zurückzieht. Und sie fügte auf Anfrage der BI-Vertreter hinzu: "Wenn es ernst wird, kann ich sagen, dass die Betriebspläne zur Erkundung des Untergrundes in der Feldberger Region keine Gnade finden werden".
"Wir werden nicht nachlassen in unserer Aufklärungsarbeit über mögliche Gefahren eines Speichers", so BI-Sprecherin Rosenthal. Nächste Gelegenheit dazu sei das Stattfest am 7. Juli in Feldberg, wo "Freie Erde" mit einem Stand vertreten ist. In dem Gespräch habe die BI-Abordnung z.B. darauf hingewiesen, dass - sollte der Untergrund geeignet sein für eine unterirdische Speicherung - das Gas in riesigen Pipelines hin- und zum Verbrauch wieder weg transportiert werden müsse. Dazu würden große Schneisen durch die Landschaft geschlagen. Das Gas würde mit stark lärmenden Kompressoren in die Erde gepresst. Gazprom selbst habe darüber informiert, dass das hier gelagerte Erdgas nicht für den Verbrauch in M-V oder Deutschland vorgesehen sei,  sondern für den westeuropäischen Markt.
Die Gesprächspartner kamen überein, den Informations- und Meinungsaustausch fortzusetzen.

Klaus-Jürgen Fischer, Pressesprecher der BI

Blitz am Sonntag 15.04.2012
Nordkurier 12.04.2012

Pressemitteilung vom 12.04.2012

BI "Freie Erde" übergibt Ministerpräsident Erwin Sellering 7107 Unterschriften gegen Gasspeicher in Feldberger Region

Woldegk - Die Bürgerinitiative "Freie Erde - kein Gas unterm Gras" hat  heute (Mittwoch) in Woldegk   7107 Unterschriften gegen einen in der Feldberger Region  geplanten unterirdischen Gasspeicher an  Ministerpräsident Erwin Sellering  übergeben. In dem anschließenden Gespräch erklärte der Regierungschef, er nehme das Anliegen der BI sehr ernst. Er werde mit den zuständigen Ressortleitern darüber 
beraten. Sellering sagte den Aktivisten aus der Feldberger Seenlandschaft ein offenes und transparentes Genehmigungsverfahren zu. "Sie haben mich für Ihr Anliegen sensibilisiert, für das Problem der unterirdischen Gasspeicherung ", so der Ministerpräsident. Er begrüße jede Bürgerinitiative als ganz tolle Sache, wenn diese auch akzeptierten, dass es ein andere Ergebnis als das von ihnen gewünschte 
geben könne.
Die Bürgerinitiative zeigte sich zufrieden mit dem Gespräch. "Wir hatten Gelegenheit, den Ministerpräsidenten auf die Gefahren für Mensch und Umwelt durch einen unterirdischen Gasspeicher hinzuweisen", erklärte BI-Sprecherin Anja Rosenthal. "Außerdem haben wir die Notwendigkeit eines solchen Projekts in angezweifelt, weil es nach unseren Recherchen genügend Speicherkapazitäten gibt. Wir begrüßen die 
Zusicherung des Ministerpräsidenten für einen  fairen und transparenten Umgang mit  der Problematik". Die Bürgerinitiative hat Sellering eingeladen, sich vor Ort ein Bild von der Schönheit der schützenswerten Natur zu machen, was dieser mit Dank annahm.
 
Klaus-Jürgen Fischer, Pressesprecher der BI
 

Nordkurier 10.04.2012

20.3.2012

Presseecho zum Filmabend:

Nordkurier 20.03.2012

Filmankündigung in der Presse

Blitz am Sonntag 11.3. / Anzeigenkurier 14.3.

Heimvorteil: Koldenhofer Mime diskutiert in Feldberg über Film

Nordkurierartikel vom 6.2.2012 aus dem Internet heruntergeladen

Foto: K.-J.Fischer

Wenn es draußen zu kalt ist, sitzt Jürgen Holtz am liebsten vor seinem urigen Bullerjan-Holzofen. Den Brennstoff für den von kanadischen Waldarbeitern erfundenen Ofen liefert ein Unternehmer aus dem Ort.

Von unserem Mitarbeiter
Klaus-Jürgen Fischer

Feldberg.Schauspieler Jürgen Holtz kommt am 17. März in den Juri-Club auf dem Feldberger Amtswerder. Dort wird um 19 Uhr der neue Film „Das System“ gezeigt. Holtz spielt darin einen ehemaligen Stasi-Auslandsagenten-Führungsoffizier. Im Anschluss will der Mime mit den Besuchern diskutieren. „Wir freuen uns, dass Herr Holtz zu uns auf den Amtswerder kommt und den von der Kritik hochgelobten neuen Polit-Thriller mitbringt“, sagte Thomas Blumrich – Kinofachmann des Jugendclubs – dem Nordkurier. „Obwohl er am Berliner Ensemble stark beschäftigt ist, hat er zugesagt“. Ohne seinen Zuspruch hätte das kleine Kino den neuen Streifen wohl nicht so schnell bekommen.
Jürgen Holtz hat ab 2002 seine zweite Heimat in der Feldberger Seenlandschaft gefunden. Ein altes langgestrecktes Lagerhaus mit Blick auf weite vom Waldrand begrenzte Wiesen haben er und seine Familie um- und ausgebaut. „Hierher fahre ich immer, wenn ich etwas Ruhe brauche zum Ausspannen oder zum Rollenstudium“, so der 1932 in Berlin geborene Schauspieler.
„Ich war ein naturbegeistertes Kind. Meine Eltern sind mit mir oft in den Norden Brandenburgs zum Paddeln gefahren“. Nach einem Skandal an seiner Schule in Berlin-Tegel ging er zusammen mit mehreren aus seiner Klasse nach Himmelpfort. So wuchs er in der DDR auf, studierte in Weimar und Leipzig. Er spielte an Theatern unter anderem in Berlin, Erfurt und Greifswald. 1983 ging er in die Bundesrepublik und erhielt sein erstes neues Engagement am Münchener Residenztheater.
Nicht weit von der Gegend seiner Jungendjahre, in der Feldberger Region, hatten sich seine beiden Söhne niedergelassen. Er folgte ihnen und will hier nun bleiben. „Ich versuche, die Gegend zu verstehen, aufzunehmen. Ich hoffe, dass das Land auch mich aufnimmt. Damit ich einmal das Recht bekomme, hier beerdigt zu werden.“
Er zeigt auf das Land hinter seinem Haus: „Dieser weite Blick hinüber zum Wald hat es mir und meiner Frau Katharina angetan, als wir 2002 zum ersten Mal das Grundstück besichtigten. Hier wird nichts verändert, hier wird kein Baum gefällt“, versichert der Schauspieler. Und warum legt ihm so viel daran, den Polit-Thriller in einer Sondervorführung hier in Feldberg zu zeigen und zu debattieren? Weil er uns hier sehr viel angeht, meint Holtz. „Ich war so von der Story des Films ,Das System – alles verstehen – heißt alles verzeihen‘ angetan, dass ich der Einladung von Regisseur Marc Bauder nachkam, die Rolle zu übernehmen. Ich spiele einen wahren Satan, der mit Hilfe gebunkerter MfS-Akten Leute erpresst, um an den Geschäften um die Ostseepipeline kräftig zu mitverdienen“, erklärt Holtz seinen Part. Er wolle vor allem zeigen, wie junge Menschen durch alte für miese Zwecke missbraucht werden können.
Für den Film wurde gründlich auch über das Neptun-Hotel in Warnemünde recherchiert, wo vor der Wende Politiker und Geschäftsleute aus westlichen Ländern abstiegen. „Hier hatte DDR-Devisenbeschaffer Schalk-Golodkowski eine eigene Suite, hier war alles von der Stasi verwanzt“, so Holtz. Drehen durfte die Crew dort nicht. Dafür diente ein alter NVA-Bunker, bitterkalt und feucht. Noch jetzt schüttelt es den Schauspieler bei der Erinnerung daran.
Nach dem Willen der Gazprom Germania GmbH soll ein Abzweig der Ostseepipeline in die Feldberger Seenlandschaft führen. In einem riesigen unterirdischen Speicher will die Firma Milliarden Kubikmeter Erdgas für ganz Westeuropa lagern (der Nordkurier berichtete). Jürgen Holtz gefällt das ganz und gar nicht. „Der Konzern will in einem Gebiet agieren, das ein einzigartiges Landschaftsschutzgebiet ist.“
Auch Bundesregierung und Landesregierung betrieben dabei Politik, ohne die Bevölkerung zu fragen. „Das ist landauf, landab üblich, aber trotzdem nicht hinzunehmen“. Aus diesem Grunde gehöre er zu den Förderern der Bürgerinitiative „Freie Erde – kein Gas unterm Gras“, die den Speicher verhindern will. Und deshalb stelle er sich auch der Diskussion nach der Filmvorführung im „JURI“.
Jürgen Holtz hat im Augenblick am Berliner Ensemble wohl seine Glanzrolle als Firs in Anton Tschrchows „Kirschgarten“ . In Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ gibt er den Bettlerkönig Peachum, im „Auturo Ui“ den Schauspieler, in Shakespeares Sonette ist er als „Elisabeth I. und Elisabeth II. zu sehen.
Einem breiten Publikum wurde er als der Nörgler „Motzki“ in der gleichnamigen Fernseh-Serie bekannt. Er spielte in „Rosa Luxemburg“ den Karl Kautsky, in „Good bye, Lenin!“ den Herrn Ganske . Zuvor war er zu sehen in „Berlin – Ecke Schönhauser“ , in „Leichensache Zernik“ , in „Sechse kommen durch die Welt“ . In Israel dreht er „Made in Israel“ unter der Regie von Ari Folman.

Nordkurier 28.2.2012
Jürgen Holtz
Blitz am Sonntag 26.02.2012
Nordkurier 24.02.2012
Nordkurier 23.02.2012

Pressemitteilung vom 23.02.2012


Ein Jahr „Freie Erde“: Linke will Kleine Anfrage starten

 

Die Linke im Schweriner Landtag will heute (Donnerstag) eine Kleine Anfrage zum Stand des Gasspeichervorhabens in der Feldberger Seenlandschaft auf den Weg bringen. Das sagte Fraktionsmitglied Torsten Koplin gestern auf der Feier zum 1. Geburtstag der Bügerinitiative „Freie Erde – kein Gas unterm Gras“ in Triepkendorf (Feldberger Seenlandschaft). Unter anderem werde die Landesregieung gefragt, ob und wie der Bau eines Gasspeichers den zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärten Serrahner Buchenwald gefährde, der unmittelbar an das Erkundungsgebiet anschließt.

Die Vorsitzende des Bau- und Umweltausschusses im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte Katja Grumbach,  verband ihren Glückwunsch zum Jubiläum mit einer Ansage: die Grünen-Politikerin wolle  sich dafür einsetzen, dass der Widerspruch des Altkreises Mecklenburg-Strelitz gegen den Speicher auf den Großkreis ausgeweitet wird.
Bisher seien 7 000 Unterschriften gegen diese Pläne der Gazprom Germania GmbH gesammelt worden, sagte BI-Sprecherin Anja Rosenthal auf der Feier. Sie kritisierte, dass Ministerpräsident Erwin Sellering dieses Votum ignoriere. "Bisher wurde uns ein Termin in der Schweriner Staatskanzlei verweigert." Dies habe nichts mit Bürgernähe zu tun, die Sellering in seiner Regierungserklärung ausdrücklich versprochen hatte.

Auf der Feier unterstützte auch der Vorsteher des Wasserzweckverbandes Strelitz, Wulf Bednorz, die Ziele der Bürgerinitiative. Man könne nicht früh genug solche Vorhaben kritisch begleiten, so Bednorz. Der Verband werde – wenn die ersten konkreten Gazprom-Betriebspläne vorlägen – genau prüfen, ob Gefahren für das Trinkwasser entstehen könnten.

Die Bürgerinitiative lädt am 17. März um 19.00 Uhr zu einer besonderen Filmvorführung ein. Im Feldberger Jugendclub JURI wird der neue preisgekrönte Film „Das System – Alles verstehen heißt alles verzeihen“ gezeigt. Zu der anschließenden Diskussion hat sich auch der bekannte Schauspieler Jürgen Holtz („Motzki“) angesagt, der an dem Politkrimi mitwirkt. Holtz, der in der Gemeinde lebt, ist Förderer der Bürgerinitiative. In dem Steifen, der auf Tatsachen beruht, geht es auch um Machenschaften beim Bau der NordstreamGasPipeline aus Rußland durch die Ostsee nach Westeuropa.

Klaus-Jürgen Fischer, Pressesprecher der BI
039820 30090

Anja Rosenthal (2.vl) und Torsten Koplin während der Feier
Nordkurier 21.02.2012
Nordkurier 12.01.2012

Pressemitteilung vom 11.01.2012

Bürgerinitiative "Freie Erde - kein Gas unterm Gras" beglückwünscht Aktionsbündnis gegen Asbestmüll-Transporte 

Die Bürgerinitiative "Freie Erde - kein Gas unterm Gras" beglückwünscht das Aktionsbündnis gegen die Asbestmüll-Transporte durch Norddeutschland zu seinem Erfolg. Die Landesregierungen in Kiel und Schwerin mussten die ursprünglich geplanten Gifttransporte endgültig absagen. "Freie Erde" kritisiert gleichzeitig, dass die Notbremse erst gezogen wurde, nachdem Bügerinitiativen und Umweltverbände massiv gegen das Sondermüll-Geschäft mobil gemacht haben. Es waren sogar schon Vorverträge für das Geschäft mit der umweltschädlichen Faser unterschrieben. Die Landesregierung in Schwerin wollte an dem Asbestmüll verdienen, auf Kosten der Gesundheit ihrer Bürger in den betroffenen Regionen.

Ministerpräsident Sellering sollte aus diesem Bespiel die Lehre ziehen, dass er sich auch ohne Druck von unten für die Belange seiner Bürger einsetzen muss. Und zwar vor der Unterzeichnung irgendwelcher Verträge oder Vorverträge. Die Bürgerinitiative "Freie Erde - kein Gas unterm Gras" hat ihn bereits mehrmals darauf hingeweisen, dass es massiven Widerstand gegen geplante riesige Erdgasspeicher in der Mecklenburgischen Seenplatte gibt. In Antworten der Ministerialbürokratie wurde versucht, die Probleme klein zu reden. Über 6 300 Unterschriften zeugen davon, dass Einwohner und Gäste der Tourismusregion in und um die Feldberger Seenlandschaft Schäden für die Gesundheit der Menschen und für die einzigartige Natur durch die Erdgasspeicher befürchten. Seit August 2011 hat sich Ministerpräsident Sellering nicht bereit erklärt, die Unterschriftenlisten in Schwerin entgegen zu nehmen.

Bürgerinitiative "Freier Erde - kein Gas unterm Gras" - Klaus-Jürgen Fischer, Pressesprecher

 

Unsere Bürgerinitiative wurde mit der Protestwanderung in den Jahresrückblick des Nordkuriers aufgenommen:

Nordkurier Jahresrückblick 29.12.2011
Andreas Frost (nk)

"Hinter den Amtstüren" von Andreas Frost im Nordkurier am 16.12.2011:

Sellering meidet Erdgas-Speicher

Schwerin (nk)  

Nun will Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) also näher an „sein“ Volk heran. Statt einsam in seiner Schweriner Staatskanzlei Entscheidungen zu treffen, will er – so wie einst die deutschen Kaiser von Pfalz zu Pfalz zogen – mit seinen Ministern ab und an über Land ziehen und Kabinettssitzungen in den sechs Kreisstädten sowie in Schwerin und Rostock abhalten. Politik kommt zu den Kommunen und Bürgern, wunderbar.

Dabei könnte Sellering es sich in einigen Fällen einfacher machen. Denn manche Bürger wollen zu ihm. Zum Beispiel die Leute von der Bürgerinitiative „Kein Gas unterm Gras“. Seit Monaten wollen sie Sellering 6300 Unterschriften überreichen von Leuten, die unterm Müritz Nationalpark keinen Erdgas-Speicher wollen, der angeblich dort vom russischen Energie-Konzern geplant wird. Seit Monaten aber bekommen die initiativen Bürger von Sellerings Büroleitung keinen Termin. Der Chef hatte natürlich keine Zeit. Erst war Wahlkampf, dann musste Sellering Koalitionsverhandlungen führen, dann eine Regierung bilden und zum Schluss noch die Regierungserklärung schreiben, in der so viel von der neuen Bürgernähe die Rede ist.

CDU-Landtagsfraktionschef Vincent Kokert mag Sellerings Schulterschluss mit den Kommunen offenbar nicht nur Gutes abgewinnen. Wahrscheinlich befürchtet er, dass die Machtbalance zwischen dem Landtag als höchstes Gremium der Volksvertretung und der Landesregierung noch mehr aus dem Lot kommt, als es sowieso schon der Fall ist. Weil die Koalitonsfraktionen SPD und CDU im Landtag ja die Regierung stellen und dann immer zustimmen müssen, was „ihre“ Regierung so ausgeheckt hat. Also kündigte Kokert einen selbstbewussteren Landtag an, der allzu eifrige Minister künftig etwas ausbremsen werde. Solange das nicht zum Stillstand führt, freuen wir uns darauf natürlich genauso wie auf Sellerings Landpartien.

 

Pressemitteilung vom 16.12.2011

Bürgerinitiative nimmt Sellering beim Wort

Mit großem Interesse hat die Bürgerinitiative „Freie Erde – kein Gas unterm Gras“ die jüngste Regierungserklärung von Ministerpräsident Erwin Sellering zur Kenntnis genommen. Darin verspricht er, dass die Entscheidungsträger offener und gesprächsbereiter werden. Das begrüßt unsere Initiative.  Allerdings verstehen die über 6 300 Unterzeichner einer Protestnote dann nicht, warum sie seit Monaten auf einen Termin für die Unterschriftenübergabe warten müssen. Seit dem 9. August 2011 hat die  Bürgerinitiative mehrmals um einen Termin beim Ministerpräsidenten nachgesucht.  Erwin Sellering wurde bei einer Wahlkampfveranstaltung in Neubrandenburg persönlich auf dieses Anliegen  aufmerksam gemacht. Leider ohne Ergebnis. Die Unterzeichner sorgen sich um den Müritz-Nationalpark mit den durch die UNESCO unter Schutz gestellten jahrhundertealten Serrahner Buchen. In deren direktem Umfeld will Gazprom Germania unterirdische Erdgasspeicher einrichten.
In ihrem jüngsten Brief an den Ministerpräsidenten vom 5.12.2011 fordert die Sprecherin der Bürgerinitiative, Anja Rosenthal, dass Sellering  die Schutzgebiete in Mecklenburg-Vorpommern „vor bergrechtlicher  Nutzung, vor Bergschäden, vor Konzerninteressen, die auf kurzfristige Profitmaximierung ausgerichtet sind", bewahren müsse. Darüber will die Bürgerinitiative mit dem Ministerpräsidenten bei der hoffentlich baldigen Übergabe der Unterschriftenlisten sprechen.


Feldberger Seenlandschaft, den 16.12.2011
Klaus-Jürgen Fischer, Pressesprecher der BI „Freie Erde – kein Gas unterm Gras“

Nordkurier 03.12.2011

Leserbrief an Nordkurier, 02.12.2011

Die Gemeindevertretung Feldberger Seenlandschaft hat am 1. Dezember 2011 im zweiten Versuch das "Einzelhandelsstandort- und Zentrenkonzept" für die Gemeinde gebilligt. Beim ersten Versuch war das Konzept am 29.09.11 durchgefallen.
Dazu hat Rosemarie Fischer aus Koldenhof folgenden Leserbrief an den "Nordkurier" geschrieben, der bisher nicht veröffentlicht wurde.

Demokratieübung

Demokratie kann ja so frustrierend sein. Da braucht man sich nur den neuen Ministerpräsidenten von BaWü anschauen, wie er tapfer seine Enttäuschung über den Volksentscheid zu Stuttgart 21 hinunterwürgt. Aber, aber, Herr Kretschmann, nicht so schnell aufgeben! Versuchen Sie es noch einmal. Schauen sie auf uns, genauer auf Feldberg, da können sie etwas lernen.
Zwar gehts hier um keinen Bahnhof, sondern um ein Einkaufzentrum. Soll NETTO kommen oder nicht? Die Frage beschäftigt die Feldberger seit Monaten. Mit einem - sicherlich nicht ganz billigen - Gutachten von einem Institut ganz weit weg in NRW wurde den Gemeindevertretern und allen interessierten Bürgern in Einzelheiten nachgewiesen: NETTO passt nicht nach Feldberg.
Doch die gewählten Volksvertreter sahen das anders. Sie lehnten das Gutachten ab und stimmten somit dem Bau eines NETTO-Marktes zu. Frei nach dem Motto: Konkurrenz belebt das Geschäft. Die wenigen anwesenden Bürger nahmen das so hin. Die Bürgermeisterin schmollte noch ein wenig im nächsten "Kiek rin", aber die Sache schien demokratisch einwandfrei gelaufen.
Doch nun traten Feldberger Einzelhändler auf den Plan, schrieben gemeinsam einen Brief ans Amt und schon stand das Thema erneut auf der Tagesordnung der Feldberger Gemeindevertreterversammlung. Frei nach dem Motto: wir stimmen so lange ab, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist.
Ich finde das super! Mir ist zwar ziemlich schnuppe, ob ein dritter Lebensmitteldiscounter seine Pforten in Feldberg öffnet oder nicht. Ich wittere Morgenluft. Bekanntlich haben die Gemeindevertreter ja auch dafür gestimmt, dass GAZPROM beantragen darf, in der Feldberger Region Erkundungsbohrungen für ein riesiges Erdgaslager durchzuführen. Dagegen gibt es nicht 55, sondern inzwischen über 6 300 Unterschriften. Und damit können all die Unterzeichner nun sicherlich auf eine erneute Beratung und Beschlussfassung - vielleicht auf der übernächsten
Gemeindevertretersitzung - rechnen!

Nordkurier 12.11.2011 (Leserbrief)

Pressemitteilung der BI Freie Erde vom 18.10.2011:

Mitglieder der Bürgerinitiative "Freie Erde - kein Gas unterm Gras" 
haben an der konstituierenden Sitzung des Kreistages der
Mecklenburgischen Seenplatte am 13. Oktober in Neubrandenburg
teilgenommen. Sie verteilten den gerade erschienenen Flyer der BI mit
zahlreichen Informationen über die Absicht von Gazprom Germania, in der
Seenplatte einen unterirdischen Erdgasspeicher einzurichten. In
persönlichen Gesprächen mit Kreistagsabgeordneten der demokratischen
Parteien wurde über das Anliegen der BI berichtet. Mit den bei der
Sitzung gesammelten Unterschriften gegen die Gasprompläne wurde die Zahl
5320 erreicht.
PM /kjf
Unterschriftensammlung Kreistagssitzung

Pressemitteilung der BI Freie Erde vom 25.09.2011:

Die Bürgerinitiative "Freie Erde - kein Gas unterm Gras" hat das Scheitern des CCS-Gesetzentwurfs im Bundesrat begrüßt. Auch Schwerin hat dem CCS-Papier (Carbon Capture and Storage) nicht zugestimmt. Somit wird es in Deutschland vorerst keine unterirdischen Kohlendioxid-Endlager geben. Kritiker befürchten ein unkontrolliertes Entweichen des Gases. Nun müsse die künftige rot-schwarze Regierung auch die Gazprom-Pläne zur unteridischen Speicherung von Erdgas in der von der UNESCO geschützten Region Feldberg-Serrahn-Wesenberg stoppen, forderte die Bürgerinitiative in einer Presseerklärung. Sie befürchtet durch das Einbringen von Erdgas in den Untergrund ähnlich wie bei der CCS-Technologie erhebliche Risiken für Mensch und Umwelt. Gegen dieses Vorhaben wurden bisher über 4620 Unterschriften gesammelt, die die Bürgerinitiative demnächst Ministerpräsident Erwin Sellering übergeben will.

PM/kjf

Nordkurier 20.09.2011

Pressemitteilung der BI Freie Erde vom 30.8.2011:

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christoph Poland unterstützt die Bügerinitiative "Freie Erde - kein Gas unterm Gras". Bei einem Treffen am Montag) in Triepkendorf mit dem Politiker aus Klein Trebbow (beide Landkreis Mecklenburg-Strelitz) sagte dieser den Umweltschützern zu, in Berlin in der Landesgruppe der CDU/CSU-Fraktion über das Problem Erdgasspeicher in der Nähe der UNESCO-geschützten Buchen von Serrahn zu
berichten. Durch Anfragen bei den beteiligten Behörden wolle er hinterfragen, ob das Gazprom-Projekt in der kulturtouristischen Region Feldberg-Serrahn-Wesenberg überhaupt sinnvoll ist. Nachdem die Bürgerinitiative berichtet hatte, dass ihr bisher ein Termin bei
Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) zur Übergabe von 3810 Unterschriften gegen den unterirdischen Erdgasspeicher verwehrt wurde, riet er zu Beharrlichkeit auch gegenüber der künftigen Koaltion in Schwerin. Nur durch starken politischen Druck könne das Projekt gekippt werden, sagte Poland, wie damals beim Protest gegen das Bombodrom in
Kyritz-Ruppiner Heide. Es wurden weitere Treffen vereinbart.

PM/kjf ((Bilder siehe Aktuelles))

Pressemitteilung von Christoph Poland dazu:

http://www.christoph-poland.de/pressemitteilungen.php

Pressemitteilung der BI Freie Erde vom 26.8.2011:

„Freie Erde“ konfrontiert Sellering mit Forderungen

Die Bürgerinitiative „Freie Erde – kein Gas unterm Gras“ hat heute (Freitag) in Neubrandenburg Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) mit ihren Forderungen konfrontiert. Sie forderte ihn auf, ihren Protest gegen den geplanten unterirdischen Gazprom-Erdgasspeicher in der Region Feldberg-Serrahn zu unterstützen. Die Umweltschützer informierten den SPD-Politiker bei einem spontanen Treffen am Rande einer Wahlveranstaltung darüber, dass sie bisher 3780 Unterschriften gegen den Speicher unter dem Müritz-Nationalpark gesammelt haben. „Eigentlich wollten wir Ihnen die Listen bei einem offiziellen Termin überreichen“, erklärte „Freie Erde“-Sprecherin Anja Rosenthal. „Dieser wurde uns aber leider verwehrt“.

Der Ministerpräsident wich einer Stellungnahme aus und verwies auf den üblichen Behördengang. Er berief sich zudem auf fehlende Informationen, was bei der Bürgerinitiative auf Unverständnis stieß. Schließlich habe sie mehrmals in Briefen an den Regierungschef auf die Gefahren für die Umwelt und damit auf mögliche Schäden für den Tourismus in der strukturschwachen Region hingewiesen.

Weitere Informationen: www.freie-erde.net

PM/KJF

 

Pressemitteilung der BI Freie Erde vom 25.8.2011:

SPD-Kandidaten signieren Unterschriftenliste der „Freien Erde“

 

Zwei Kandidaten der SPD aus der Region Mecklenburgische Seenplatte für den Schweriner Landtag und den Neubrandenburger Landratsposten haben in Neustrelitz eine Unterschriftenliste der Bürgerinitiative „Freie Erde – kein Gas unterm Gras“ signiert. Damit stellten sich Andreas Butzki und Michael Löffler hinter die Forderung von inzwischen 3780 Bürgerinnen und Bürgern, die den Bau eines unterirdischen Erdgasspeichers in der Region Feldberg-Serrahn durch Gazprom Germania ablehnen. Das teilte die Sprecherin der Bürgerinitiative, Anja Rosenthal, mit.

„Allerdings verstehen wir nicht, warum der SPD-Landsratskandidat für den künftigen Großkreis, Michael Löffler, sich bisher nicht schriftlich zu den Gazprom-Plänen geäußert hat“, fügte Rosenthal hinzu. „Freie Erde“ hatte die Landrats-Kandidaten der SPD, der CDU, der Linken und von Bündnis 90/Die Grünen um eine solche Erklärung gebeten. Die Antworten von Heiko Kärger, Siegfried Konieczny und Kathin Grumbach sind bereits auf der Internet-Seite der Bürgerinitiative nachzulesen (www.freie-erde.net).

PM/KJF

 

http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/erdgasspeicher107.html

http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/umweltstiftung105.html

http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/erdgas147.html

 

Gescannte Zeitungsausschnitte

Nordkurier 26.08.2011
Nordkurier 13.08.2011
Leserbrief Nordkurier 10.08.2011
Nordkurier 30.07.2011
Nordkurier 15.07.2011
dpa 14.07.2011
Blitz am Sonntag 03.07.2011
Nordkurier 27.06.2011
Nordkurier 25.06.2011
Blitz am Sonntag 19.06.2011
SüddeutschZeitung 4./5.06.2011
Nordkurier 19.05.2011
Nordkurier 19.05.2011
Blitz am Sonntag 08.05.2011
Anzeigenkurier 04.05.2011
Nordkurier 02.05.2011
Nordkurier 28.04.2011
Nordkurier 21.04.2011
Nordkurier 19.04.2011
Strelitzer Zeitung 21.02.2011
Nordkurier
Nordkurier 23.02.2011
Nordkurier 11.02.2011

Heruntergeladene Zeitungsartikel

Nordkurier vom 08.08.2011 (Hans-Jürgen Spieß)

Dem Welterbe besonders verbunden

Serrahn (NK). Mit der Ernennung zum Weltkulturerbe war der 25. Juni 2011 ein denkwürdiger Tag für das nur wenige Kilometer östlich von Neustrelitz gelegene Waldgebiet um die kleine Siedlung Serrahn (Gemeinde Carpin), das zum Müritznationalpark gehört.

Als ich im Juni vor 30 Jahren zum ersten Mal den Weg von Carpin kommend durch die alten vielgestaltigen Buchenwälder vorbei am Schweingartensee nach Serrahn ging, war ich gerade von einer Exkursion zum Bialowieska-Urwald in Ostpolen zurückgekehrt. Einige der dort erlebten Waldbilder fand ich nun hier wieder. Neben den zum Teil über

40 Meter hohen alten Baumriesen standen Jungbäume der verschiedensten Alterstufen. Auf toten, umgestürzten Bäumen wuchs bereits die nächste Generation an Buchen. Dieses Gebiet wurde für mich zehn Jahre Arbeits- und Lebensstätte an der Biologischen Station Serrahn.

Die Auswahl der Serrahner Buchenwälder und die nun erfolgte Eintragung in die Weltnaturerbeliste ist ein später Erfolg für viele Generationen von in diesem Gebiet wirkenden Personen. Ausgehend vom Großherzog des kleinen Landes Mecklenburg - Strelitz, der in dem hügeligen Gebiet der Endmoräne in den so genannten Serrahnschen Bergen einen Wildpark einrichten ließ, aber auch den heute ältesten Buchenwald Mecklenburg-Vorpommerns in den "Heiligen Hallen" bei Feldberg unter Schutz stellte, trugen eine Reihe von Personen dazu bei, diese Wälder schonend zu nutzen bzw. nach dem Zweiten Weltkrieg zunehmend zielgerichtet zu einem komplexen Schutzgebiet zu entwickeln.

Hierzu gehörten unter anderen der Revierförster Hubert Weber, der 1949 seine Tätigkeit in Serrahn aufnahm und Prof. Dr. mult. Hans Stubbe. Letzterer war als Präsident der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR dem Anliegen des Naturschutzes besonders zugetan. Er beförderte nicht nur die Ausweisung von Naturschutzgebieten, sondern auch die Nutzung derselben als wissenschaftliche Freilandlaboratorien. In mehreren Schritten wurde die Fläche der forstlich nicht mehr genutzten Buchenwälder innerhalb des Naturschutzgebietes Serrahn vergrößert.

Als Ende der 1980er-Jahre die Inspektion Staatsjagd der DDR zunehmend stärker werdendes Interesse an diesem Gebiet hatte, haben sich die Mitarbeiter der Biologischen Station Serrahn, unterstützt von der Leitung des Instituts für Landschaftsforschung und Naturschutz, vehement gegen die Reduzierung der inzwischen auf fast 330 Hektar angewachsenen Waldfläche, die als Totalreservat keiner forstlichen Nutzung mehr unterlag, gewehrt.

Dies war die Voraussetzung dafür, dass sich ein Buchenwald entwickelte, der inzwischen einen weitgehend urwaldartigen Zustand erreicht hat. Dieser hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Serrahner Buchenwälder zusammen mit weiteren vier Buchengebieten Deutschlands für die Eintragung in die Weltnaturerbeliste der UNESCO vorgeschlagen wurden.

Mag man den Worten des Landwirtschaftsministers Till Backhaus (SPD) Glauben schenken, wird dem Gebiet das Schicksal des ehemaligen Welterbegebiets "Elbtal bei Dresden" erspart bleiben, das nach wenigen Jahren wieder von der Welterbeliste gestrichen wurde. Vielleicht kommt es im Gegenteil in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der Buchenwälder zu einer Erweiterung der Erbeflächen um Serrahn.

Anliegen und Bedeutung des Weltnaturerbes: Die Leitidee des im November 1972 von der UNESCO beschlossenen Welterbeübereinkommens besteht darin, herausragende Teile des natürlichen und kulturellen Erbes, die von außergewöhnlicher Bedeutung für die Welt sind, für die Menschheit zu sichern und zu erhalten. Dazu wurde eine Welterbeliste angelegt, in die von den Staaten benannte und von einem UNESCO-Gremium zu bestätigende Objekte eingetragen werden. Von den gegenwärtig etwa 900 eingetragenen Welterbestätten sind nur 180 zu den Naturerbestätten zu rechnen. Zu letzteren gehören auch die Galapagos-Inseln, der Baikalsee oder die Serengeti in Afrika. Seit 2007 zählen auch die "Buchenwälder der Karpaten" in der Slowakei und der Ukraine dazu. In Deutschland gibt es neben den rund 30 Weltkulturerbeobjekten nur drei Weltnaturerbestätten.

Am 25. Juni 2011 wurde der deutsche Vorschlag von der UNESCO nach eingehender Prüfung angenommen: fünf Buchenwaldgebiete Deutschlands in das bereits bestehende Weltnaturerbe Buchenwälder aufzunehmen. Neben den Flächen im Teilgebiet Serrahn des Müritz-Nationalparks gehören die Wälder der Halbinsel Jasmund, der Krumsiner Forst in Brandenburg, der Hainich (Thüringen) und der Kellerwald (Hessen) dazu. Mit diesem Akt wurde Deutschland eine hohe Verantwortung für den Schutz der Buchenwälder in den benannten Gebieten, aber sicher auch darüber hinaus für andere Buchenwaldflächen, übertragen, da Deutschland sich im weltweiten Zentrum des Verbreitungsgebietes dieser Waldformation befindet.

wird fortgesetzt